Du suchst einen Beruf mit einer sicheren Zukunft, scheust Menschenkontakt nicht und bist zudem ein Teamplayer? Dann solltest du überlegen, ob die Ausbildung zum medizinisch-technischen Assistenten etwas für dich wäre.

Tätigkeit und Spezialisierungmöglichkeiten

Abhängig davon, in welcher Spezialisierung man sich ausbilden lässt, führen medizinisch-technische Assistenten und Assistentinnen in Laboratorien chemische, physikalische, technische und medizinische Analysen durch. Dadurch helfen sie Krankheiten zu diagnostizieren sowie den Krankheitsverlauf und Therapiemaßnahmen zu kontrollieren.

  • Anästhesietechnische Assistenten (ATA) wirken bei der Vorbereitung und Durchführung und von Narkosen mit.

Weitere Informationen: Ausbildung zum anästhesietechnischen Assistenten

 

  • Medizinisch-technische Assistenten für Funktionsdiagnostik (MTAF) untersuchen mittels medizinischer Geräte Hirnströme, Hörfähigkeit, Gleichgewichtssinn, Lungenfunktion und Herz-Kreislauf-System der Patienten.

Weitere Informationen: Ausbildung zum medizinisch-technischen Assistenten für Funktionsdiagnostik

 

  • Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten (MTLA) führen Laboruntersuchungen von Körperflüssigkeiten und -gewebe durch. Ihre Ergebnisse dienen der Krankheitsvorsorge, -erkennung und -behandlung.

Weitere Informationen: Ausbildung zum medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten

 

  • Medizinisch-technische Radiologieassistenten (MTRA) erstellen Röntgenaufnahmen für die bildliche Darstellung von Organen, Gefäßen oder Knochen und führen nuklearmedizinische Untersuchungen mithilfe von radioaktiven Substanzen durch, um krankhafte Veränderungen des Körpers oder Verletzungen zu erkennen.

Weitere Informationen: Ausbildung zum medizinisch-technischen Radiologieassistenten

 

  • Operationstechnischer Assistent sind an der Vorbereitung und Durchführung von Operationen beteiligt.

Weitere Informationen: Ausbildung zum operationstechnischen Assistenten

 

  • Veterinärmedizinisch-technische Assistenten (VMTA) führen Laboruntersuchungen in der Tiermedizin und in der Analytik von Lebensmitteln tierischer Herkunft durch.

Ausbildung zum veterinärmedizinisch-­technischen Assistenten

 

Passende Ausbildungsangebote und weiterführende Informationen findest du unter: Medizinisch-technischer Assistent – gesundheitsberufe.de

Voraussetzungen

In der Regel wird bei diesen Ausbildungen der mittlere Bildungsabschluss gefordert. Operationstechnischer Assistent kannst du auch mit einem guten Hauptschulabschluss werden. Die Berufsfachschulen suchen ihre Schüler jedoch nach eigenen Kriterien aus.

Ausbildung

Die Ausbildung zum anästhesietechnischen Assistenten und die Ausbildung zum operationstechnischen Assistenten ist durch die Empfehlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) geregelt und dauert in Vollzeit 3 Jahre und in Teilzeit bis zu 5 Jahre. Die Ausbildung findet an der jeweiligen Bildungs- und klinischen Einrichtung statt.

Die restlichen Ausbildungsberufe sind bundesweit einheitlich geregelt und dauern 3 Jahre. Die Lernorte sind jeweils die Berufsfachschule und das Krankenhaus. Der Veterinärmedizinisch-technische Assistent lernt natürlich stattdessen an einer Berufsfachschule und an einem tiermedizinischem Institut bzw. Klinik.

Gehalt

Eine Ausbildungsvergütung erhältst du nur bei der Ausbildung zum anästhesietechnischen Assistenten und zum operationstechnischen Assistenten. Das Gehalt richtet sich nach der Empfehlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DGK) und beträgt je nach Ausbildungseinrichtung im ersten Jahr ca. 800-860 € brutto. Im 2. Jahr steigt es auf 880-920 €, im 3. Jahr erhält du etwa 940-970 € pro Monat.

Da es sich bei den restlichen Berufsbildungen um schulische Ausbildungen handelt, die bundesweit einheitlich geregelt sind, bekommst du während der Ausbildung kein Gehalt.

Das Einstiegsgehalt unterscheidet sich ebenfalls leicht, je nachdem welche Spezialisierung du gewählt hast. Allgemein kann man jedoch sagen, dass das monatliche Einstiegsgehalt bei diesen Berufen zwischen 1700 € und 2400 € liegt.