Ausbildung zum Tiermedizinischen Fachangestellten

Als tiermedizinischer Fachangestellter betreust du Tiere vor, während und nach einer Behandlung, fertigst Röntgenaufnahmen an, führst Laborarbeiten aus und kümmerst dich um Tiere auf der Krankenstation. Außerdem berät man Tierhalter in Fragen der artgerechten Haltung, zur Prävention von Krankheiten und über Möglichkeiten der Rehabilitation. Als Tiermedizinischer Fachangestellter sorgst du für die Einhaltung der Hygienevorschriften in der Praxis, verwaltest die tierärztliche Apotheke und kannst bei Notfällen Erste Hilfe leisten. Verwaltungsarbeiten und die Organisation der Praxisabläufe gehören ebenfalls zu deinen Aufgaben: Du empfängst die Tierhalter und ihre Tiere, vergibst Termine, dokumentierst Behandlungsverläufe und bist zuständig für die Abrechnung der erbrachten Leistungen.

Ausbildungsverlauf
Die Ausbildung zum tiermedizinischen Fachangestellten kann man sowohl in Tierarztpraxen, in Zoos, in Tierheimen oder in Tierkliniken absolvieren. Bei dem Ausbildungsberuf zum tiermedizinischen Fachangestellten handelt es sich um eine schulische duale Ausbildung. Dies bedeutet, dass du die Praxis in einem tierärztlichen Betrieb und die Theorie in der Schule erlernst. Die Ausbildungszeit beträgt dabei drei Jahre.

Dein Gehalt
Im ersten Ausbildungsjahr erhält du ca. 450-550 € brutto monatlich, eine Steigerung ist dann für das zweite Ausbildungsjahr auf 500-600 € vorgesehen und im dritten und letzten Ausbildungsjahr wirst du ca. 650 € verdienen. Hast du nun nach drei Ausbildungsjahren die Abschlussprüfungen zum tiermedizinischen Fachangestellten bestanden, so kannst du dich über ein Einstiegsgehalt von 1500-1600 € brutto monatlich erfreuen. Um deine Abschlussprüfung ablegen zu können, musst du eine schriftliche Prüfung, einen mündlichen Teil und eine praktische Prüfung erfolgreich ablegen.

Möglichkeiten
Natürlich hast du auch als tiermedizinischer Fachangestellte die Möglichkeit dich weiterzubilden und Qualifizierungsmaßnahmen zu absolvieren. Darunter zählen zum Beispiel die Bildungsgebiete für Parasitenbehandlung, Narkose und Schmerzmanagement sowie Zahnbehandlungen. Andere Fortbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten wären unteranderem die Weiterbildung zum Betriebs- oder Bürofachwirt für Praxis und Klinik. Aber auch die Weiterbildung zum Biotechniker ist eine Alternative.

Selbstverständlich steht einem tiermedizinischen Fachangestellten auch die Möglichkeit eines Studiums offen. Mögliche Studiengänge sind die Tiermedizin, Pharmazie oder Biologie.

Bildquelle: Photo by Q’AILA on Unsplash